Westfriesland: Proteste gegen Pläne zur Umstrukturierung von Omrop Fryslân



Wann immer Wörter wie Clusterbildung und Synergieeffekte in einem Zusammenhang mit Finanzen genannt werden, ist man gut beraten, achtsam zu sein. Es drohen meist Kürzungen und Entlassungen. Daher sind die Befürchtung über die Zukunft bei den Kollegen von Omrop Fryslân, dem Medienhaus in Westfriesland, Niederlande, durchaus berechtigt. 

In Den Haag wurde entscheiden,  die Eigenständigkeit des Medienunternehmens Omrop Fryslân ab 2017 zu beenden. Es soll - so die offizielle Meldung aus der Hauptstadt - ein neuer Cluster mit den anderen regionalen Radio und Fernsehenanstalten aus den benachbarten Provinzen entstehen. Das beliebte und erfolgreiche "Label" Omrop Fryslân soll jedoch Bestand haben - aber Technik, Personal, Vermarktung und Stabsfunktionen werden zusammengelegt.


Siehe auch: Sprachminderheiten in den Niederlanden: Offener Brief und Kritik an Regierung

Dagegen haben sich Politiker, Mitarbeiter und Nutzer von Omrop Fryslân deutlich ausgesprochen. Auch mit dem berechtigten Hinweis, dass es sich bei Omrop Fryslân um mehr handelt, als nur eine "normale" regionale Rundfunkanstalt. Omrop Fryslân ist ein wichtiger Bestandteil des Medienangebotes für die Westfriesen, auf Friesisch. Die Geplante Beschneidung der Gestaltungsmöglichkeit der eigenen Medienproduktion ist weder im Sinne der Minderheit, noch der durch die Niederlande ratifizierten Dokumente des Minderheitenschutzes (Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen und dem Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten).


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